Über das Projekt

Wheel of Heaven ist die langjährige Ausarbeitung einer bestimmten Lesart der antiken Schöpfungstraditionen — über viele Jahre geführt und nun für die öffentliche Auseinandersetzung geöffnet.

Eine lange Lesart

Wheel of Heaven ist eine Lesart der Schöpfungstraditionen der antiken Welt durch eine einzige Arbeitshypothese: dass die Wesen, die die hebräische Bibel Elohim nennt — ein Plural, durch die Übersetzung als singularer „Gott" verdeckt — eine kleine, fortgeschrittene menschliche Zivilisation von anderswo waren, die hierher kam, den Planeten vorbereitete, das Leben auf der Erde gestaltete und ein Zeugnis in den religiösen Texten hinterließ.

Die Lesart durchläuft zwölf Zeitalter des Präzessionszyklus, vom Beginn des Projekts vor etwa zweiundzwanzigtausend Jahren über die lange Sequenz von Gestaltung und Eingriff, die in den religiösen Traditionen verzeichnet ist, bis in das gegenwärtige Zeitalter der Offenbarung, in dem wir uns nach Ansicht des Korpus befinden. Die zwölf Hauptkapitel des Korpus durchschreiten diesen Bogen der Reihe nach.

Der Rahmen stützt sich auf das raëlische Quellenmaterial — primär Das Buch, das die Wahrheit sagt (Claude Vorilhon, 1974) — als primäre interpretative Linse. Um diese Linse herum versammelt er biblisches, mesopotamisches, vedisches, mesoamerikanisches und anderes vergleichendes Material, geordnet entlang der ~25 920-jährigen Präzession der Tagundnachtgleichen. Das Projekt stützt sich auch auf die präzessionsmythologische Forschung von Giorgio de Santillana und Hertha von Dechend (Hamlet's Mill, 1969) und auf die biblischen Neuinterpretationen Jean Sendys (1968–1972).

Was das Projekt nicht ist

Das Projekt ist keine Publikation der raëlischen Bewegung. Es ist von einer Raëlianerin verfasst, aber der Korpus geht substanziell über die institutionelle Standarddarstellung des Raëlismus hinaus und enthält interpretative Entscheidungen, die die Bewegung formell nicht unterstützt hat und möglicherweise nie formell unterstützen wird.

Es ist kein generischer Prä-Astronautik-Inhalt. Das Projekt teilt die Grundannahme dieser Tradition, verwendet aber einen spezifischen, quellendisziplinierten Rahmen, der es von der breiteren Literatur unterscheidet.

Es ist kein religiöses Andachtsmaterial. Der Korpus liest religiöse Texte als historisches Zeugnis der dokumentierten Arbeit einer fortgeschrittenen Zivilisation, nicht als Gegenstände der Anbetung. Er verlangt keinen Glauben, kennt keine Andachtspraktiken und beansprucht keine geistliche Autorität.

Es ist keine fertige Synthese. Die Seite wird aktiv weiterentwickelt. Seiten werden überarbeitet. Die Lesart ist vorläufig.

Wer dahintersteht

Wheel of Heaven wird von Zara Zinsfuss geschrieben, einer unabhängigen Leserin und Raëlianerin, die fünfzehn Jahre damit verbracht hat, den Rahmen auszuarbeiten, den der Korpus präsentiert, bevor sie ihn für die öffentliche Auseinandersetzung öffnete. Das Projekt wird in der Ich-Form einer einzelnen Autorin geführt und ist offen für Mitarbeitende.

Der Korpus richtet sich an Leserinnen und Leser, die bereit sind, sich ernsthaft mit ihm auseinanderzusetzen, unabhängig davon, wohin diese Auseinandersetzung sie letztlich führt. Er zielt nicht auf Rekrutierung ab und verlangt von seinen Lesern nicht, sich irgendwo anzuschließen. Er verlangt nur, dass der Rahmen ehrlich an den Belegen geprüft wird.

How the project works

Four commitments shape how the corpus is written.

  1. Das Werk soll frei zu lesen und frei zu überprüfen sein

    Jede Seite des Korpus, jede primäre Quelle, die er liest, und jeder Teil der Projektinfrastruktur ist öffentlich zugänglich, in mehreren Sprachen, kostenlos. Wer eine Behauptung prüfen will, soll zwischen sich und den Belegen keine Bezahlschranke vorfinden.

  2. Eine Arbeitshypothese, kein Glaubenssatz

    Die zentrale Lesart des Projekts — dass die Elohim eine Zivilisation waren — wird als zu prüfende Hypothese verstanden, nicht als zu verteidigende Doktrin. Jede Seite trägt ein kleines Etikett, das ihre Hauptaussage als direkt, gefolgert oder spekulativ markiert. Wo sich die Belege verschieben, verschiebt sich die Lesart.

  3. Nah an den Quellen lesen

    Der Korpus ist um die primären Texte gebaut, aus denen er liest. Wo eine Aussage von einer bestimmten Stelle abhängt, ist die Stelle verfügbar. Wo eine Übersetzungsentscheidung zählt, wird das Original benannt. Die Diskussion findet um Textzeilen statt, nicht um Zusammenfassungen von Zusammenfassungen.

  4. Mutig vergleichen, aber niemals nachlässig

    Der Korpus liest viele Traditionen nebeneinander, ebnet sie aber nicht zu einer einzigen Geschichte ein. Mesopotamische, biblische, vedische, mesoamerikanische und raëlische Quellen werden im Dialog gelesen, ihre Unterschiede bleiben erhalten. Ein gemeinsames Motiv ist kein Beweis einer gemeinsamen Herkunft; eine Parallele ist keine Identität.